15.11.2026 17:00 Uhr: Franz Schubert – Winterreise

Felix Rumpf / Bariton, Hiroto Saigusa / Klavier

Aquarell: Michael Klose

Wenn die Tage kürzer werden und es draußen trüb und kalt wird, versinkt man leicht in schwere, melancholische Gedanken. Auch in Franz Schuberts „Winterreise“ korrespondiert die winterliche Natur mit der inneren Niedergeschlagenheit des Wanderers. Franz Schubert vollendete diesen berühmten Liederzyklus nach Wilhelm Müller im Herbst 1827, ein Jahr vor seinem Tod. Der Zyklus bildet den Höhepunkt in Schuberts Liedschaffen und gleichzeitig den Gipfel romantischer Liedkunst. Grenzenlos subjektiv besingt der Winterreisende sein Schicksal, das von enttäschter Liebe über Entfremdung bis hin zu existentieller Verlorenheit führt. Diese Subjektivität ist vielleicht der Hauptgrund dafür, dass dieses Stück so außerordentlich populär ist, weil es jeden Hörer ganz persönlich betrifft.

Der lyrische Bariton Felix Rumpf wurde 1984 in Halle an der Saale geboren.
Erste musikalische Erfahrungen sammelte er im Stadtsingechor zu Halle, dem er bis zum Abitur
angehörte. 2004 begann er seine Gesangsstudien an der Musikhochschule Dresden bei Frau Susanne Prager. Im Jahr 2007 wurde er Mitglied der Liedklasse von Ks. Prof. Olaf Bär. Nach dem Diplom im Jahr 2009 folgte ein Aufbaustudium, welches er 2011 mit Auszeichnung abschließen konnte.
Daneben gastierte er an den Landesbühnen Sachsen und bei der Neuen Elblandphilharmonie.
Auch als Konzertsänger ist Felix Rumpf im klassisch-romantischen Repertoire, sowie in Werken des Früh- und Hochbarock zu erleben. Zu seinen musikalischen Partnern zählen dabei Dirigenten wie Hans-Christioph Rademann, Roderich Kreile und Ludwig Güttler.
Felix Rumpf gestaltet zahlreiche Liederabende, u.a beim „Lied in Dresden“ und der Reihe „Liedgut“.
Einen zentralen Bestandteil dieser Abende bildet das romantische deutsche Lied, insbesondere
das Liedschaffen Franz Schuberts.
Zahlreiche Tonträger dokumentieren sein breites künstlerisches Schaffen. Zwischen 2011 und 2018
entstand die Gesamtaufnahme der Werke Heinrich Schütz‘ unter seiner massgeblichen Beteiligung.
Beim tschechisches Label ArcoDiva erschien als Welterstaufnahme Dvoraks erste Oper „Alfred“ bei der er die Titelrolle übernahm. Im Jahr 2015 eschien die CD „Mahler Contemporaries“ auf der er Lieder von Alphons
Diepenbrock und Hans Rott interpretiert.
Felix Rumpf ist Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe, so gewann er 2013 beim
Antonin-Dvorak-Wettbewerb in Karlsbad den ersten Preis in der Liedkategorie, den zweiten Preis bei
der Opernwertung, sowie einen Sonderpreis für die beste Interpretation einer Barockarie. 2014 war er
beim Internationalen Brahmswettbewerb Pörtschach, sowie beim Joseph-Suder-Wettbewerb
in Nürnberg jeweils zweiter Preisträger.
2013 wurde ihm der Schubertpreis der Deutschen Schubertgesellschaft verliehen.

Hiroto Saigusa Foto: Daniel Scholz

Hiroto Saigusa wurde 1982 in Tokio geboren. Bereits im Alter von 4 Jahren erhielt er den ersten Klavier- und Kompositionsunterricht von seinem Vater. Anschließend betreute ihn Michiko Okamoto am Konservatorium „Toho Gakuen“ in Tokio.
Sein Wunsch, in Deutschland zu studieren, führte ihn 2002 zum Studium an die Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Dort schloss er sowohl das Diplomstudium (Klavier und Improvisation) als auch das Konzertexamen und die Meisterklasse bei Prof. Winfried Apel mit Auszeichnung ab.
Hiroto Saigusa ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, so z.B. beim Machida Jugendwettbewerb Tokio, Internationaler Klavierwettbewerb Prag und erhielt mehrere Stipendien. Schon zu Beginn seines Studiums war er ein gefragter Kammermusikpartner und Liedbegleiter. Er arbeitete dabei mit renommierten Mentoren wie Wolfgang Emanuel Schmidt, Gerold Huber, KS Olaf Bär, KS Dietrich Fischer-Dieskau und KS Peter Schreier.
Im Jahr 2008 gründete er mit seinen Kammermusikpartnern Michael Scheitzbach (Chemnitz) und Tilman Trüdinger (Esslingen) das „Saxonia Piano Trio“. Regelmäßig geben sie Trio-Konzerte in der Region Sachsen. Mit dem Tenor Benjamin Glaubitz und dem Bariton Ronald Hein arbeitet er seit einigen Jahren als Liedduopartner zusammen. Seit Jahr 2011 tritt er als Gastkammermusiker beim Theater Chemnitz mit den Solisten der Robert-Schumann-Philharmonie regelmäßig.
Seit 2010 ist er als Klavierlehrkraft an der Musikschule des Landkreises Meißen, seit 2012 als Vokalkorrepetitor an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden tätig. Februar 2022 übernahm er die künstlerische Leitung des Chores des Kurortes Hartha (bei Dresden).

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