06.06.2026 18:00 Uhr: Meine Mutter zu Wasser und zu Lande (Erich Kästner)

Gastspiel 1001 Veranstaltungen
Olaf Hais liest und erzählt

Geschichten, Gedichte und Briefe,
die Kästners bis heute gültiges kritisches Zeitverständnis, aber auch das durchaus
spezifisch-enge Verhältnis zu seiner Mutter aufzeigen.
Satire und Gefühl sind wie immer
bei unserem großen Dresdner humorvoll verwoben.
„Meine Mutter setzte alles auf eine Karte – und diese Karte war ich.“ Die Geschichte von
Erich Kästner und seiner Mutter ist eine besondere: „Meine Mutter war mein bester
Freund“, sagte er über sie. Und sie wusste: „Mein Sohn verschweigt mir nichts.“ Tatsächlich
war der kleine Erich seiner Mutter Lebenselixier sowie Schutzengel. Auch in späteren Jahren
versuchte er, ihr beides zu sein – und sich trotzdem ganz behutsam ein wenig von ihr zu
lösen. Seine Mutter war ihm Freundin, Reisekameradin, Beraterin in Liebesdingen wie in
Modefragen, erste kritische Leserin seiner Manuskripte und – heutzutage unvorstellbar –
unermüdliche Instandhalterin seiner Wäsche, auch als Kästner längst in Berlin lebte. Es war
eine innige Beziehung von beiden Seiten, nicht immer leicht, aber stets von Liebe geprägt.
Die große Kästner-Kennerin Sylvia List hat die schönsten Gedichte, Geschichten und Briefe
versammelt, die Erich Kästner seiner Mutter – und allen anderen Müttern – gewidmet hat.
Damit ist dieses Buch nicht nur eine ebenso hochvergnügliche wie bewegende Geschichte
von Mutter und Sohn in Wort, Reim und Bild – es ist auch ein äußerst persönliches
Zeitzeugnis der 20er Jahre bis hinein in die Nachkriegszeit.

Foto: Robert Jentzsch | rjphoto.de

OLAF HAIS
Nach dem Schauspielstudium an der Filmhochschule „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg, ging Olaf Hais zunächst an die Landesbühnen Sachsen, wo er u.a. 11 Jahre auf der Felsenbühne Rathen als Winnetou zu erleben war. Als freier Schauspieler spielte er an vielen sächsischen Theatern, u.a. am Staatsschauspiel Dresden und arbeitete als Schauspieldozent an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Er war u.a. im „Tatort“, „Soko Leipzig“, „Polizeiruf 110“ und in Kino-Filmen zu sehen, arbeitete als Dozent für Körpersprache und Rhetorik u.a. für das sächsische Bildungsministerium. Während seines Engagements am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen begann er, sehr erfolgreich Regie zu führen.

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