Musik: Mario Castelnuovo-Tedesco (1895-1968) , Worte: Juan Ramón Jiménez
(1881-1958)
Thomas Stecher / Sprecher, Elke Jahn /Gitarre

Die Prosadichtung „Platero und ich“ (Platero y yo) schrieb Juan Ramón Jiménez zwischen 1907 und 1916. Nach längerer Abwesenheit war der an Depressionen und Todesangst leidende Autor zurückgekehrt in seine andalusische Heimat und stellte dort fest, wie sehr sich sein Blick auf das Alltägliche, auf Natur und Menschen verändert hatte. In der Geschichte des silberfarbenen Esels verarbeitet er Kindheitserinnerungen und neue Einsichten über Schönheit und Vergänglichkeit des Lebens.
1956 wurde ihm „für seine lyrische Dichtung, die in spanischer Sprache ein Vorbild von hoher Geistigkeit und künstlerischer Reinheit bildet“ der Literaturnobelpreis verliehen.
1960 vertonte der aus Florenz stammende Komponist Mario Castelnuovo-Tedesco insgesamt 28 Episoden des Buches in einer sehr lyrischen, bildhaften, manchmal sogar lautmalerischen Tonsprache. Er geht sehr genau auf den Text ein, illustriert ihn aber nicht nur, sondern deutet seine Stimmungen aus und führt sie phantasievoll weiter.
Elke Jahn und Thomas Stecher haben diesen Abend 2015 erarbeitet und seitdem oft und erfolgreich aufgeführt.
Länge ca. 75 Minuten, eine Pause nach ca. 40 Minuten

Elke Jahn arbeitet schon seit Abschluss ihres Studiums (in Weimar und Sevilla) freischaffend und genießt es, in wechselnden Besetzungen aufzutreten.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Kammermusik und hier besonders auf der Begleitung von SängerInnen.
Aber auch im Gitarrenduo Zoller&Jahn und solistisch sowie als Gast in verschiedenen Orchestern (u.a. Staatskapelle Dresden, MDR-Sinfonieorchester) und als Bühnenmusikerin (u.a. Semperoper) ist sie zu erleben.
Sie spielt neben moderner Konzertgitarre auch historische Gitarren.
Sehr gern entwickelt sie Musik für genreübergreifende Projekte mit Wort, Schauspiel und Tanz und schreibt die meisten Bearbeitungen dafür selbst.
Ihre Arbeiten wurden und werden regelmäßig durch verschiedene Stiftungen (u.a. LIVE MUSIC NOW) und den Deutschen Musikrat gefördert.
Thomas Stecher wurde 1961 in Berlin geboren.
Er studierte an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ und wurde nach dem Abschluss seines Studiums ans Staatsschauspiel Dresden engagiert.
Hier spielte er in den 10 Jahren seines Engagements u.a. Don Karlos, Raskolnikow, den Prinzen von Homburg, Harold in „Harold und Maude“ sowie Mordret in der Uraufführung von Christoph Heins „Die Ritter der Tafelrunde“.
1995 bis 1999 folgte Thomas Stecher einem Ruf ans Berliner Ensemble.
Seitdem arbeitet er als freischaffender Schauspieler mit Tätigkeitsschwerpunkt in Dresden.
Thomas Stecher tritt neben seiner Theaterarbeit in Lesungen und literarischen Veranstaltungen auf, häufig auch in genreübergreifender Zusammenarbeit mit Musikern oder Tänzern, er arbeitet für Film und Fernsehen und als Sprecher für verschiedene Medien und war außerdem für die Regie in über 20 Theaterproduktionen verantwortlich; zuletzt inszenierte er den „Tatortreiniger” am Theaterkahn Dresden.